Anlage in Indexfonds mit geringer Kostenquote
Viele Anleger und Sparer nutzen bereits Möglichkeit, ihr Kapital in offene Fonds zu investieren. Dies ist unter anderem auch in sogenannte Riesterfonds möglich, die im Zuge eines Riestervertrages zum regelmäßigen Sparen genutzt werden können. Während die offenen Fonds sicherlich einige Vorteile aufweisen können, gibt es mindestens einen Faktor, der als deutlicher Nachteil dieser Art des Sparens bzw. der Geldanlage angesehen werden muss.
Der Nachteil besteht in der vergleichsweise hohen Kostenquote, die die meisten offenen Fonds zumindest im Bereich der Aktienfonds aufweisen. Eine relativ hohe Kostenquote bedeutet, dass neben dem Ertrag auch diverse Gebühren und sonstige Kosten zu beachten sind, die letztendlich zu einer Minderung der Rendite für den Anleger führen. Zu den möglichen Kostenarten gehören zum Beispiel der Ausgabeaufschlag, Managementgebühren und Verwaltungsgebühren. Es gibt jedoch schon seit einigen Jahren mit den sogenannten Indexfonds eine gute Alternative zu den offenen Fonds. Unter anderem können sich die Indexfonds nämlich vor allem durch eine relativ niedrige Kostenquote auszeichnen, die deutlich unter der Kostenquote der meisten offenen Aktienfonds liegt. Es gibt auch einen einleuchtenden Grund dafür, dass die Kostenquote bei den Indexfonds deutlich niedriger als bei den normalen offenen Fonds ist. Und zwar ist der Grund der, dass es bei den Indexfonds so ist, dass der Fondsmanager ausschließlich die Aufgabe hat, das Portfolio des Fonds einem bestimmten Aktienindex nachzubilden. Der Fondsmanager muss sich also nicht darum kümmern, welche Aktienwerte er nun in den Fonds aufnehmen möchte, sodass quasi kein Research notwendig ist, wie es bei offenen Fonds der Fall wäre.
Vereinfacht gesagt heißt das, die Aufgabe des Fondsmanagers ist beim Indexfonds wesentlich leichter als beim offenen Fonds. Dies macht sich dann unter anderem darin bemerkbar, dass es bei den Indexfonds quasi keine oder falls doch, nur eine sehr geringe Managementgebühr gibt. Darüber hinaus sind die Kosten beim Indexfonds auch deswegen niedriger, weil es hier keinen Ausgabeaufschlag gibt, wie es bei vielen offenen Fonds der Fall ist. Letztendlich kann der Indexfonds, der übrigens auch untere Fachbezeichnung Exchange Traded Funds (ETF) am Markt angeboten wird, nicht nur durch geringe Kosten, sondern auch durch eine gute Rendite überzeugen. Diese gute Rendite ergibt sich natürlich einerseits durch die geringeren Kosten, auf der anderen Seite konnten einige Vergleiche zudem belegen, dass auch der Ertrag bei den Indexfonds oftmals höher als bei den klassischen Fonds ist. Auf den ersten Blick mag dies sicherlich überraschen, denn immerhin ist es gerade das Fachwissen des Fondsmanagers, welches bei den offenen Fonds besonders angepriesen wird. Es zeigt sich aber, dass es oftmals ertragreicher ist, einfach einen Index nachzubilden, statt aktives Fondsmanagement zu betreiben.