Cash-Gold-Bar Anlagen für Euro-Pessimisten

Insbesondere aufgrund der EU-Schuldenkrise gibt es immer mehr Anleger, die solchen Anlagen nicht mehr trauen, die in enger Verbindung mit der Währung Euro stehen. Unter anderem aus dem Grund entscheiden sich immer mehr Privatanleger für ein Investment in Gold, welches als stabil und vor allen Dingen unabhängig von der Entwicklung an den Währungsmärkten gilt. Wer allerdings sehr pessimistisch eingestellt ist und davon ausgeht, dass es den Euro bald nicht mehr geben wird oder dieser kaum noch etwas wert sein wird, der wird auch mit der normalen Goldanlage ein Problem haben.

Das Problem könnte darin bestehen, dass zwar theoretisch auch mit Gold bezahlt werden kann, die vorhandenen Einheiten aber in der Praxis meistens viel zu hoch sind. Nimmt man nämlich eine Unze Gold als Beispiel, so hat diese derzeit ein Wert von rund 1.200 Euro. Würde man somit beispielsweise in einem Geschäft mit einer Goldmünze (eine Unze) bezahlen, so könnte der Verkäufer im Normalfall die Differenz zum Kaufpreis gar nicht ausgleichen, da es kein Wechselgeld in diesem Sinne gibt. Dieses Problem ist allerdings bereits seit einiger Zeit erkannt, denn immer häufiger werden mittlerweile die sogenannten Cash-Gold-Bars angeboten. Es handelt sich dabei vereinfacht dargestellt um Mini-Goldbarren, wobei jeder einzelne dieser Minibarren einen relativ geringen Gegenwert hat. Der große Vorteil dieser Cash-Gold-Bars ist jedoch, dass – um beim Beispiel zu bleiben – damit unter anderem auch in Geschäften gezahlt werden könnte, da auch geringere Kaufpreise passend gezahlt werden können.

Besonders Euro-Pessimisten interessieren sich in immer größerem Umfang für diese kleinen Minibarren. In der Regel handelt es sich dann um einen Cash-Gold-Bar, falls die Größe bzw. das Gewicht 1/100 Unze beträgt. In diesem Fall würde es sich dann um rund 0,31 Gramm Feingold handeln, welches aktuell einen Gegenwert von rund zwölf Euro hat. Der sehr kleine Barren misst eine Breite von sechs und eine Höhe von zwölf Millimetern. Bisher sind solche Barren vor allem mit dem Motiv des Springbocks geprägt, der auch auf dem weltberühmten Krügerrand zu finden ist. Aufgrund der Reinheit von 999,99 handelt es sich bei Cash-Gold-Bars um gesetzlich definiertes Anlagegold. Aufgrund des relativ geringen Gegenwertes wird diese Art des Goldes für immer mehr Privatkunden und ganz normale Verbraucher interessant, die sich zumindest einen kleineren Kapitalrückhalt anlegen möchten, falls sie gegenüber dem Euro skeptisch eingestellt sind.