Der Online-Börsenhandel und Termingeschäfte

Der Handel mit Wertpapieren und anderen Finanzprodukten ist im Vergleich zu noch vor zehn Jahren für viele Kunden einfacher und auch deutlich transparenter geworden. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass mittlerweile nicht nur Aktien, sondern auch nahezu alle anderen Produkte online gehandelt werden können. Der Kunde muss seiner Bank also nicht wie früher einen Auftrag per Telefon oder Fax erteilen, sondern er kann die Order direkt selbst im Handelssystem online erfassen.

Der Online-Börsenhandel ist auch mit ein Grund dafür, dass sich immer mehr Kunden auch mit spekulativeren Finanzprodukten beschäftigen, wie zum Beispiel mit Derivaten. Derivate werden häufig auch als Termingeschäfte bezeichnet und werden im Prinzip fast nur noch online gehandelt, nämlich an den entsprechenden Terminbörsen. Zur Terminbörse hat der Anleger zwar in dem Sinne keinen direkten Zugang, jedoch wird die online erfasste Order sofort an die entsprechenden Systeme weitergeleitet. Bevor sich Kunden für Termingeschäfte entscheiden, sollten sie sich über diese Art von Finanzprodukten informieren. Solche Geschäfte sind nämlich einerseits mit der Chance auf eine hohe Rendite verbunden, beinhalten aber andererseits auch nicht zu verachtende Risiken. So müssen Anleger bei vielen Termingeschäften auch einen möglichen Totalverlust einkalkulieren. Zu den Termingeschäften gehören in erster Linie Futures und Optionen, aber auch CFDs werden immer häufiger gehandelt. Dabei müssen die jeweiligen Geschäfte nicht immer zwingend über die Terminbörse abgewickelt werden, sondern gerade der Direkthandel nimmt einen immer größeren Anteil am gesamten Handel ein.

Mit Direkthandel bezeichnet man den Handel, der ohne Einbezug der Börse zwischen den Banken und/oder Brokern stattfindet. Für den Kunden haben die Direktgeschäfte oftmals den Vorteil, dass die Gebühren geringer als beim Börsenhandel sind. Zudem ist es häufig der Fall, dass die Aufträge beim Direkthandel sofort ausgeführt werden, während es beim Handel über die Börse öfter zu Verzögerungen kommen kann, auch wenn sich diese nicht selten nur im Sekunden- oder Minutenbereich bewegen. Beim Online-Börsenhandel ist es natürlich auch möglich, neben Optionen und Futures auch „konservativere“ Produkte zu handeln. Dazu gehören vorrangig Aktien, Anleihen und auch Fonds. Der Ablauf des Handels ist jedoch im Prinzip immer identisch. Der Kunde wählt zunächst ein Produkt aus, welches er gerne handeln möchte, also zum Beispiel Aktien der Bayer AG. Im Folgenden muss dann online der Auftrag ausgefüllt werden, der auch noch Anzahl der Aktien und ein eventuelles Limit beinhaltet. Kurze Zeit später wird dieser Auftrag dann meistens schon an der Börse ausgeführt.