Risikobewertung von Aktien- und Rentenfonds
Einen großen Bereich in der Sparte offene Fonds nehmen vor allem die Wertpapierfonds ein. Wie der Name bereits erklärend aussagt, handelt es sich bei Wertpapierfonds um solche Fonds, die in bestimmte Wertpapiere investieren. Im Wesentlichen werden die Wertpapierfonds in zwei Arten unterteilt, nämlich einerseits in Aktienfonds und andererseits in Rentenfonds. Auch hier ergibt sich bereits aus der Bezeichnung der entsprechenden Fondsart, in welche Produkte investiert wird.
Denn während die Rentenfonds ausschließlich oder zumindest zu einem sehr großen Teil in Anleihen investieren, nutzen die Aktienfonds das Kapital der verschiedenen Anteilseigner, um davon Aktien zu erwerben. Vielen Anlegern stellt sich aufgrund dieser Auswahlmöglichkeit die Frage, welche Unterschiede es zwischen diesen zwei verschiedenen Wertpapierfonds gibt. Ein erster Unterschied zwischen Aktienfonds und Rentenfonds zeigt sich oftmals in der Rendite, die der Anleger mit diesem Investment erzielen kann. Während die meisten Rentenfonds mit einer vergleichsweise geringen oder maximal durchschnittlichen Rendite ausgestattet sind, haben Aktienfonds auf breiter Basis den Ruf, eine höhere Rendite als Rentenfonds zu ermöglichen. Natürlich handelt es sich dabei um keine Gesetzmäßigkeit, denn es gibt durchaus auch Rentenfonds, mit denen Anleger überdurchschnittliche Renditen erzielen können. Das trifft zum Beispiel auf solche Rentenfonds zu, die nicht in Staatsanleihen mit einem sehr guten Rating investieren, sondern sich beispielsweise auf etwas exotischere Anleihen konzentrieren, die zwar einerseits mit einem höheren Risiko, andererseits aber auch mit besseren Erträgen ausgestattet sind.
Neben der Rendite gibt es einen weiteren Unterschied zwischen den Rentenfonds einerseits und den Aktienfonds andererseits, nämlich die Sicherheit. Allerdings kann vorweg auch hier festgehalten werden, dass es sich nur um durchschnittliche Aussagen handeln kann, denn weder Aktienfonds noch Rentenfonds sind prinzipiell als risikolos zu bezeichnen. Gelten Aktienfonds als die Variante mit den durchschnittlich besseren Erträgen, so wird die höhere Sicherheit eher den Rentenfonds zugeschrieben. Dies ergibt sich im Wesentlichen daraus, dass viele Rentenfonds bei der Auswahl der Anleihen darauf achten, dass die Emittenten ein relativ gutes Rating haben. Dieses recht gute Rating beinhaltet, dass die Bonität des Emittenten gut bis sehr gut ist, was für den Anleger bedeutet, dass das Investitionsrisiko vergleichsweise gering ist. Natürlich gibt es auch in diesem Bereich Ausnahmen, denn investieren Rentenfonds in die zuvor angesprochenen exotischeren Rentenpapiere, so kann das Risiko mitunter durchaus identisch mit dem der Aktienfonds sein.