Sparbrief Zinsen und Sicherheiten im Vergleich
Viele Anleger sind derzeit wieder auf der Suche nach einer passenden Geldanlage, was sicherlich zum einen mit der nach wie vor vorhandenen Verunsicherung im Zuge der Euro-Schuldenkrise zu tun hat. Aber auch die zurzeit sehr niedrigen Anlagezinsen tragen zum anderen dazu bei, dass mancher Anleger sein Kapital umschichten möchte, um etwas mehr Ertrag erzielen zu können. Während viele Anleger aus verständlichen Gründen Anlageformen suchen, die einen möglichst guten Ertrag bieten können, kommt es vielen anderen Kunden vor allem auf eine hohe Sicherheit an.
In diesem Fall ist dann die Rendite eine eher untergeordnete Eigenschaft, sodass auch häufig eine Spareinlage als Anlageform infrage kommen kann, für die sich ein Anleger, der nach einer guten Rendite sucht, derzeit sicherlich nicht entscheiden würde. Eine mögliche Anlageform, die als sehr sicher bezeichnet werden kann, ist neben den Spareinlagen, Tags- und Termingeldern unter anderem auch der Sparbrief. Es handelt sich hier um eine Schuldverschreibung, die von einer Bank ausgegeben wird. Rechtlich betrachtet ist der Sparbrief also keine Spareinlage im eigentlichen Sinne und es kommt zudem auch auf dessen Ausgestaltung an, ob er in den Bereich der Einlagensicherung fällt oder nicht. Hier geht es vor allem um die sogenannte Nachrangabrede. Ist diese vorhanden, dann verzichtet der Anleger im Prinzip darauf, als Gläubiger vorrangig behandelt zu werden. In solchen Fällen ist es dann meistens so, dass der Sparbrief nicht in den Bereich der gesetzlichen Einlagensicherung fällt.
Ist die Abrede hingegen nicht vorhanden, so sind auch Sparbriefe im Normalfall bei Insolvenz der Bank durch die Einlagengarantie abgesichert. Der Sparbrief ist eine Anlageform, die sich nicht nur durch eine hohe Sicherheit auszeichnet, sondern auch durch die Tatsache, dass der Zinssatz sich während der Laufzeit des Sparbriefes nicht ändern kann. Die Zinsen sind also direkt bei Abschluss der Anlageform bekannt und werden meistens einmal jährlich an den Anleger ausgezahlt bzw. auf dessen Konto gutgeschrieben. Eine wesentliche Eigenschaft der Sparbriefe ist zudem, dass es sich oft um ein langfristig genutztes Anlageprodukt handelt, denn die Laufzeiten bewegen sich meistens zwischen vier und zehn Jahren. Gerade die besonders langen Laufzeiten sollten Anleger derzeit jedoch nicht wählen, da sie sich dann an derzeit sehr niedrigen Zinsen binden, die es auch beim Sparbrief nur geben wird. Eine vorzeitige Auflösung bzw. Kündigung ist bei diesem Anlageprodukt nämlich nicht möglich.